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CES 2019 - Die Highlights

 

Bereits zum 41. Mal traf sich Anfang Januar die Unterhaltungselektronik-Branche in Las Vegas, um im Rahmen der CES den Jahresauftakt zu feiern. Genau wie die dort zur Schau gestellte Technik hat sich auch die Show im Laufe der Jahrzehnte drastisch verändert. Aus unserer Sicht ist sicherlich das langsame Verschwinden des klassischen HiFis die am deutlichsten spürbare Veränderung der letzten Jahre.

Die Veranstalter haben jedoch bestimmt keinen Grund zur Klage, denn Hersteller moderner, "smarter" Gadgets, die wachsende Kategorie von Technik für Gesundheit und Wellness und nicht zuletzt die Automobilhersteller, die hier alljährlich ihre Visionen zukünftiger Mobilität präsentieren, bescheren der Messe solide Aussteller- und Besucherzahlen sowie viel Aufmerksamkeit in den Massenmedien.

So ist auch nicht verwunderlich, dass nicht mehr Sony, Panasonic oder Samsung die auffälligsten Marken der Messe sind, sondern das Internetunternehmen Google. Auch ein Beleg für den Wandel der Zeiten: Nicht nur am eigenen Stand, sondern auch und gerade bei vielen anderen Herstellern ist Google präsent, denn die Integration der Sprachsteuerung Google Assistant in eine Vielzahl unterschiedlichster Produkte gehörte zu den häufigsten News der Messewoche. Unter anderem scheint nun auch endlich die von vielen vermisste Integration von Google Assistant in Sonos-Produkte nicht mehr fern zu sein.

Auch die Konkurrenz in Form von Amazons Alexa hat nicht geschlafen und wird sich in diesem Jahr in noch einmal mehr Geräten finden, darunter Fernseher von LG, Panasonic und (in eingschränkter Form) Samsung; eine ganze Armada von kabellosen Lautsprechern und – kein Scherz – eine smarte Toilette.

Mit Apples Siri gibt es eigentlich einen weiteren Mitbewerber um Marktanteile in Sachen Sprachsteuerung, und in den letzten Jahren zählte Apple immer zu den meisgenannten Marken in den CES-News, obwohl sie selbst noch nie auf der CES ausgestellt haben. Doch der Riese aus Cupertino scheint einen nicht unerheblichen Teil seiner Magie einegbüßt zu haben. Zumindest taucht der Name dieses Mal in der Berichterstattung kaum mit wirklichen News auf, sondern nur mit der wohl lustigsten Werbeaktion der diesjährigen CES:

 

Immer schärfer, größer, bunter – TVs auf der CES

Bei aller Veränderung gibt es immer noch verlässliche Konstanten in Vegas. So zum Beispiel die alljährliche Jagd der Fernseher-Hersteller nach Superlativen. Wobei jedoch das Rennen um die schiere Bildschirmgröße beendet zu sein scheint, seitdem Samsung im letzten Jahr sein Konzept "The Wall" vorstellte, mit dem man mehrere Panels nahtlos zu einem Riesenfernseher fast beliebiger Größe kombinieren kann. 

Stattdessen ging es um neue Technologien. Samsungs neuester Pfeil im Köcher sind hier Micro-LEDs. Wie bei einem OLED-Panel ist hier jeder einzelne Bildpunkt seine eigene Lichtquelle, ein Backlight ist damit überflüssig. Laut Samsung liegen die Vorteile dieser winzigen nichtorganischen LEDs gegenüber OLEDs (Organic Light Emitting Diodes) in einer längeren Lebensdauer und besseren technischen Beherrschbarkeit. Bisher befindet sich die Micro-LED-Technik noch im Prototypen-Stadium, doch es ist damit zu rechnen, dass sie in absehbarer Zeit die QLED-TVs der Koreaner ablösen oder zumindest ergänzen wird.

 

 

Absolut keine Überraschung ist, dass bei allen TV-Herstellern das Thema 8k-Auflösung hoch im Kurs stand, schließlich sind die ersten Produkte ja bereits verfügbar und weitere werden kurzfristig folgen. Das nur wenige Jahre alte UHD/4k wird damit quasi zum Mittelklasse-Standard degradiert, FullHD wird bald nur noch im absoluten Einstiegsbereich finden zu sein. Es bleibt also zu hoffen, dass Inhalteanbieter und Broadcaster diese Schritte zügig mitgehen. Bisher sind leider zumindest in Europa 4k-Auflösungen auf Blu-ray, beim Streaming und im Fernsehen noch die Ausnahme. Ebenfalls wurde deutlich, dass eine höhere Auflösung nicht zwangsläufig eine bessere Bildqualität bedeutet – im Highend-Bereich haben hier 4K-OLED-Fernseher oft noch die Nase vorn. Ein gutes Beispiel dafür ist die neue GZ2000-Serie von Panasonic, bei der durch die Zusammenarbeit mit Hollywood-Profis ein Fernseher mit echter Kinoqualität entstanden ist.

 

 

Mit dem Potential, flexible Displays herstellen zu können, spornt die OLED-Technologie die Entwicker zudem weiterhin an. LG zeigte in Las Vegas mit dem OLED TV R erstmals einen angeblich serienreifen aufrollbaren Fernseher: das 65 Zoll große Display verschwindet bei Nichtbenutzung einfach im schicken Unterschrank, in dem zudem ein Atmos-fähiger Soundbar integriert ist. Preis und Verfügbarkeit stehen allerdings noch nicht fest.

 

 

weitere TV-Highlights:

LG Z9 (8K, OLED)

 

LG CineBar HU85 L (Ultrakurzdistanz-Projektor, Laser, 4K)

 

Sony MASTER SERIES ZG9 (8K HDR, LED)

 

Sony MASTER SERIES AG9 (4K HDR, OLED)

 

Auf die Ohren – Und es gibt doch noch HiFi auf der CES

Angesichts der überwältigenden Mehrheit der Berichterstattung könnte man fast glauben, dass es in Sachen HiFi nichts Erwähnenswertes auf der CES zu sehen gab. Doch das ist glücklicherweise (noch?) nicht so. So hat etwa NAD diese Plattform gewählt, um den neuen Masters M10 BlueOS vorzustellen. Einsortiert in der hochwertigen Masters-Serie des Herstellers, ist der M10 so etwas wie NADs Beitrag zum Thema "Highend im 21. Jahrhundert".  Der M10 ist ein kompaktes Komplettsystem, an das nur noch Lautsprecher angeschlossen werden müssen und vereint die technologischen und akustischen Qualitäten der Masters-Geräte mit den modernen Features der hauseigenen Bluesound-Plattform. EInfache Steuerung per App, Hires-Streaming und MQA-Kompatibilität sind also in ausgereifter Form an Bord, Apple AirPlay 2 soll ebenfalls unterstützt werden und mit Dirac Live gibt es zudem eine leistungsfähige Raumkorrektur. Fast die komplette Front des kompakten Geräts besteht aus einem Touch-Display mit Näherungssensor, über das alle Funktionen alternativ zur Fernbedienung oder der App gesteuert werden können. Der NAD Masters M10 soll noch im Frühjahr verfügbar sein, angepeilt wird ein Preis von ca. 2.500 Euro.

 

Doch erstaunlicherweise gibt es die meisten HiFi-News aus Vegas in einer Kategorie, die viele noch vor wenigen Jahren für ausgestorben hielten: Plattenspieler. Eines der Highlights ist dabei definitv der Cambridge Alva TT, der Tradition und Moderne perfekt verbindet. Denn wie es sich für einen Hersteller mit der Geschichte von Cambridge Audio gehört, ist der Direkttriebler als analoger Spieler absolut ernst zu nehmen. Zusätzlich verfügt er aber auch als erster Plattenspieler der Welt über den hochwertigen kabellosen Standard aptX HD Bluetooth und kann so die von Platte abgespielte Musik in 48 kHz/24 Bit-Qualität an entsprechend ausgerüstete Empfänger senden. Das mag auf den ersten Blick der reinen HiFi-Lehre widersprechen, der Alva TT richtet sich mit seiner integrierten Phono-Vorstufe jedoch sowieso mehr an Neu- und Wiedereinsteiger, die auch nicht mit einem hochwertigen Bluetooth-Kopfhörer fremdeln dürften.

 

 

Auch kein HiFi im engeren Sinne, als endgültige Rückkehr einer Legende aber dennoch eine Erwähnung wert, ist der Technics SL-1210 Mk.7. Jawoll, nach viel zu langer Zeit gibt es wieder einen echten DJ-Dreher der Kultmarke.

 

Zwei weitere neue Plattenspieler richten sich klar an junge Vinylfans, die über den Retro-Charme der Schallplatte an das Thema HiFi herangeführt werden sollen. Ebenfalls von Technics kommt der SL-1500C, von Sony der günstige PS-LX310BT. Letzterer soll im Bundle mit einer kleinen Bluetooth-Box unter 250 Euro kosten, für den SL-1500C wird man wohl etwas mehr hinlegen dürfen. Dafür verfügt dieser dann aber auch über zahlreiche Technologien seiner größeren und teureren Brüder, ebenfalls eine integrierte Phono-Vorstufe und wird komplett mit einem Ortofon-Tonabnehmer (2M Red) ausgeliefert.

Technics SL-1500C:

 

Sony PS-LX310BT:

 

Übrigens: Weitere Bilder der hier kurz vorgestellten CES-Highlights finden Sie in der folgenden Galerie. Und natürlich halten wir Sie hier, auf Facebook und über unseren Newsletter auf dem Laufenden, sobald diese und andere Neuheiten den Weg in unsere Läden gefunden haben!

 

 

 

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