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Quellgeräte

Im Laufe der Zeit haben sich unsere Musikquellen stark verändert. Hier eine kurze Reise, angefangen beim Phonographen, bis hin zum Datenstrom im Dauerabo. Zunächst mal gab es die Tonwalzen. Auf einer Tonwalze wurde der Ton aufgezeichnet und konnte sogleich auch abgespielt werden. Zum Musikhören eigentlich ungeeignet, aber seine eigene Stimme außerhalb des Kopfes hören zu können, war der erste Schritt in die richtige Richtung. Es folgte natürlich das Grammophon, das den Ton mittels eines Trichters verstärkte. Die ersten Plattenspieler folgten und waren die wichtigsten Geräte in einer Radiostation. Und irgendwann zog die Musik in Form einer Hifi-ähnlichen Anlage zu Hause ein. Musik wurde inzwischen auf Tonbändern aufgezeichnet, von denen hierzulande die praktische Kassette die Herzen der Musikfans eroberte. Schon allein durch die Möglichkeit Musik in Echtzeit vom Radio aufzunehmen, inklusive Nervenkitzel, ob der Moderator am Ende des gewünschten Musikstück nun dazwischen redet, oder nicht. Ende der Siebziger des letzten Jahrhunderts wurde es digital und die Musikfans besorgten sich etwas, das als Compact Disc bekannt wurde. Der Siegeszug digitaler Musik war nicht mehr aufzuhalten, auch wenn wir heute nicht mehr an das einschränkende Medium der CD als solches gebunden sind.

Der Schallplattenspieler

Wieviel Kultur brachte uns der gute alte Schallplattenspieler im vergangenen Jahrhundert? Die ersten Jazz-Aufnahmen von Jelly Roll Morten, KIND OF BLUE von Miles Davis, die Cover der ersten Rock'n'Roll Singles von Elvis und Co. - nicht zu vergessen, dass es plötzlich möglich war, ein ganzes Symphonieorchester zu Hause zu haben. Mahlers fünfte Symphonie mit allen tausend Stimmen in der kleinen Mikrorille untergebracht - was für eine Sensation. Die physikalische Entwicklung des Schallplattenspielers schritt weiter fort und bescherte uns in der Mitte der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts ein klangliches Niveau, das viele nicht für möglich gehalten hätten. Die technische Ausstattung eines Plattenspielers sieht folgende, wichtige Komponenten vor: Einen filigranen Tonabnehmer, der die Mikrorille der Schallplatte abtastet, ohne dabei hörbare Verzerrungen zu produzieren. Einen Tonarm, der den Tonabnehmer souverän durch die Rille führt und gleichzeitig seinen Bewegungen folgt. Ein Laufwerk, das sowohl Tonabnehmer als auch Tonarm in Ruhe arbeiten lässt und dafür Sorge trägt, dass sich die Platte in gleichbleibender Geschwindigkeit dreht.

CD Spieler

Ende der Siebziger/Anfang der Achtziger erblickte die CD das Licht der Welt. Ein kleine silberne Scheibe, die aussah, als käme Sie aus der Zukunft. Sie speichert keine Wellenbewegungen in einer Mikrorille, sondern verschlüsselt die Daten einzeln als Digitalwort. Die eingebrannten Pits auf der Oberfläche beinhalten die Musikinformationen. Der Vormarsch der CD hatte vor allem einen Grund: Bequemlichkeit. Mit Maximal 74 Minuten Spielzeit hatte das ständige Drehen der Platte ein Ende. Dies war auch ein großer Vorteil für Klassikfans - wer Wagner WALKÜRE auf der CD anhören wollte, brauchte die Platte nun nicht mehr so häufig wechseln. Außerdem gibt es bei einer digitalen Datei keinerlei Knistern. Mann musste keinen Pfennig auf den Tonkopf legen, falls der mal nicht in der Rille blieb und man bekam und bekommt natürlich immer die Laufzeit angezeigt. Abgesehen davon lässt sich bei einem CD-Spieler eine Abspielreihenfolge erstellen, eine Wiederholfunktion aktivieren oder die Zufallswiedergabe auswählen. Man kann per Knopfdruck ein Lied überspringen, oder zurückspringen, in einem Lied mit gedrücktem Knopf zur gewünschten Stelle vor- oder zurückspulen. Außerdem beansprucht die CD weniger Platz als die Schallplatte. CD-Spieler beinhalten einen Digital/Analog-Wandler, der zur digitalen Wiedergabe unerlässlich ist. Er übersetzt die Bits und Bytes in analoge Wellen und macht sie damit kompatibel für das irdische Gehör. So mancher hochwertiger CD-Spieler erlaubt es sogar, externe digitale Geräte über eine koaxiale oder optische Schnittstelle anzuschließen, um von seiner Qualität zu profitieren.

Super Audio CD Spieler (SACD)

Es gibt unterschiedliche Arten, wie digitale Musik gespeichert wird. Der Datenträger spielt dabei eine große Rolle. Wie viele Daten können gespeichert werden? Die Pit-Struktur einer SACD ist wesentlich kleiner, als die der CD. Hier könnte man also mehr Daten speichern. Doch anstatt gleich das Gesamtwerk des RING DES NIBELUNGEN auf eine Scheibe zu quetschen, entschieden sich die Entwickler von SONY und Philips für ein Medium, dass besser klingen sollte, als die CD. Anstelle des bei der CD angewendeten PCM-Verfahrens (Pulse-Code-Modulation) wird bei der SACD kein 16 oder 24 Bit Wort übertragen, sondern lediglich 1 Bit. Dies allerdings mit einer Geschwindigkeit von 2,82 Mhz (im Vergleich zur CD: 44.100 Hz). Die SACD ist für viele das Medium der Wahl, wenn es um hochwertige Aufnahmen geht, insbesondere im Klassik-Bereich. Um die SACD ist es heutzutage etwas ruhiger geworden. Technisch kann die SACD neben der Stereo-Version auch Musik im Mehrkanal-Verfahren enthalten. Viele aktuell erhältliche SACD sind als Hybrid-Layer erhältlich. Hier ist neben der Schicht (dem Layer) der SACD auch ein CD-Layer enthalten. So kann die Hybrid SACD auch auf jedem CD-Spieler abgespielt werden.

DVD-Audio

Die DVD war nach der Videokassette das Medium, das Filmfreunde schnell in ihr Herz geschlossen hatten. Aufgrund des hohen Speicherplatzes passen auf dieser silbernen Scheibe neben den Videodaten auch noch Ton-Informationen im Mehrkanal-Format drauf. Bei soviel Platz, ließ sich doch auch für Musikfans was machen - also entwickelte man die Audio-DVD. Musik, im Mehrkanal-Format als hochwertige 96 kHz/24bit Datei. Eine Konkurrenz zur CD und zur SACD war geboren. Zusätzlich konnten Informationen zum Album, Bilder oder ähnliches gespeichert werden. DVD-Audio Spieler waren immer auch gleichzeitig CD-Spieler und DVD-Spieler.

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