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Musik-Manager

Text & Fotos: Olaf Adam

Dieser Artikel ist ursprünglich erschienen in 0dB – Das Magazin der Leidenschaft N°2

Wolfgang Lücke blickt auf eine durchaus musikalische Karriere zurück. Das BWL-Studium finanzierte er sich als Roadie, beim ersten deutschen Skateboard-Importeur organisierte er international bedeutende Skate- und Musikevents und verantwortete später das Marketing für einen großen Versandhandel für Musikinstrumente. Anschließend leitete er 17 Jahre lang die wichtigste Musikmesse Europas in Frankfurt. Seit Mitte 2017 lenkt er nun die Geschicke der kleinen Lautsprechermanufaktur Audio Physic in Brilon. Ist da etwas schiefgelaufen?

 „Überhaupt nicht, im Gegenteil! Als Musikfan habe ich schon immer auch ein Faible fürs gute Musikhören gehabt und bin seit 16 Jahren Kunde von Audio Physic. Meinen Vorgänger Dieter Kratochwil kenne ich sogar schon seit über 30 Jahren. Als er dann beschlossen hatte, aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzerzutreten, hat er mich angesprochen und dann hat sich das so ergeben.“

MIT VIEL GEFÜHL

Der Wechsel von den weitläufigen Messehallen der Main-Metropole ins beschauliche Brilon ist dem gebürtigen Westfalen überhaupt nicht schwergefallen, und auch bei den Branchen sieht er vor allem die Gemeinsamkeiten. „Musik machen, Musik hören, Musik fühlen – für mich passt das wunderbar nebeneinander und doch zusammen. Ein hochwertiges Musikinstrument, etwa eine Gibson-Gitarre oder ein Steinway-Flügel, begeistert mich genauso wie ein hochwertiger Lautsprecher", so Lücke. „Und jetzt fühle ich mich nicht nur als der Vermarkter und Verkäufer dieser hochwertigen Produkte, sondern auch als der Hersteller. Wenn ich morgens durch die Fertigung gehe mit ihren Geräuschen und Gerüchen, das ist einfach ein ganz tolles Gefühl.“ 

Die neue Position bei Audio Physic ist für den Manager also weniger ein reiner Job als vielmehr eine echte Herzensangelegenheit. Es geht darum, anderen Menschen zu ermöglichen, ihre Musik möglichst gut zu erleben. Für Lücke ist das übrigens nicht zwangsläufig eine Frage des Geldes. „Ich kann für 20 Euro in einen kleinen Jazzclub gehen oder für 200 Euro in die Westfalenhalle. Wenn der jeweilige Künstler an dem Abend schlecht drauf ist, springt der Funke einfach nicht über. Musik ist Emotion, sowohl beim Machen als auch beim Hören. Und wenn die Anlage zu Hause diese Emotionen rüberbringt, dann ist es eine gute Anlage, egal wie teuer sie war. Deshalb ist es wichtig, dass man nicht nur nach Frequenzgängen und sonstigen Messwerten entwickelt, sondern vor allem mit den Ohren.“

Allerdings hat gute Qualität ihren Preis – auch bei Audio Physic. „Wir haben über 30 Jahre Erfahrung und haben es als kleiner Hersteller immer wieder geschafft, wirklich innovativ zu sein. Aber Entwicklungen wie unsere eigene Chassistechnologie oder die Glas-Sandwich-Gehäuse kosten eben. Außerdem steht Audio Physic für echte Manufaktur-Produktion Made in Germany – Entwicklung und Fertigung passieren ausschließlich bei uns in Brilon. Und zwar mit großer Liebe zum Detail – jeder einzelne Lautsprecher, der unser Haus verlässt, unabhängig von der Größe und vom Preis, wird überprüft, gemessen und schließlich vom entsprechenden Mitarbeiter signiert.“ Auf die Feinheiten kommt es an, wenn der Funke überspringen soll – bei einer Gitarre genauso wie bei einem Lautsprecher.

 

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